München BSB 

Informationen zur Bibliothek
Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) ist eine der größten und bedeutendsten wissenschaftlichen Universalbibliotheken Europas; sie besitzt circa 14 Mio. ME, davon über 9 Mio. Bände und hält fast 40.000 gedruckte und 8.500 lizenzierte elektronische Zeitschriften. Zu ihren Sonderbeständen gehören 91.400 Handschriften, fast 20.000 Inkunabeln, nahezu 400.000 Karten und über 350.000 Noten (Jahrb. d. Dt. Bibliotheken). Dank ihrer beinahe vollständigen Inkunabelsammlung und ihrer umfassenden Bestände aus dem 16. Jh. erfüllt die BSB für die Zeit von Gutenberg bis zum Ende des 16. Jh. eine nationale Aufgabe im Sinne der "Sammlung deutscher Drucke", darüber hinaus viele andere Aufgaben von nationaler und internationaler Bedeutung.

Als Hofbibliothek im Jahre 1558 vom damaligen Bayerischen Herzog Albrecht V gegründet, wurde die Bibliothek dank wertvoller Erwerbungen schon bald eine der bedeutendsten Bibliotheken der Spätrenaissance in Europa (um 1600 bereits 17.000 Bände). Schäden durch Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg wurden in der Folgezeit wieder ausgeglichen: 1663 Einführung der Pflichtlieferung von bayerischen Verlegern, 1773 Übernahme der Bibliothek des aufgelösten Jesuitenkollegs (23.000 Bände), 1803 Überführung der Mannheimer Hofbibliothek nach München (100.000 Bände), mit der Säkularisation Übernahme großer und sehr wertvoller, teilweise unikaler Bestände aus den altbayerischen Klöstern. Im Jahre 1818 besaß die Bibliothek bereits 500.000 Bände (ohne Doubletten), für die damalige Zeit ein außergewöhnlich großer Bestand.

Friedrich von Gärtner (1791-1847) erbaute im Auftrag König Ludwigs I in den Jahren 1832-1843 das eindrucksvolle Gebäude an der Ludwigstraße, das italienischen Palazzi nachempfunden ist, mit 152 m Länge, 78 m Tiefe und 30,5 m Höhe die damaligen Maßstäbe des Bibliotheksbaus sprengte und noch heute zu den bemerkenswertesten öffentlichen Gebäuden der Stadt München zählt. Lange Zeit hindurch galt es als das modernste Bibliotheksgebäude der Welt. Mit der Errichtung dieses Gebäudes wurden die Raumprobleme behoben, die durch den Zustrom des Säkularisationsgutes entstanden waren; eine sinnvolle Nutzung der Bücherbestände war nicht mehr möglich gewesen. - Nach schweren Schäden durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg ist das Bauwerk in den 1950er- und 1960er-Jahren wieder aufgebaut und erheblich erweitert worden. In den Jahren 1994 bis 2004 sind Gebäude und technische Anlagen von Grund auf saniert worden.
Seit dem Jahre 1829 "Hof- und Staatsbibliothek" genannt, trägt die Einrichtung seit 1919 den Namen "Bayerische Staatsbibliothek".

Bayerische Staatsbibliothek: e. Selbstporträt / hrsg. von Cornelia Jahn ; Hermann Leskien ; Ulrich Montag. - München : BSB, 1997. - 95 S. : zahlr. Ill. (z.T. farb.). - Literaturverz. S. 94-95
ISBN 3-9802700-2-5

Beiträge zur Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek / hrsg. von Rupert Hacker. - München : Saur, 2000. - 410 S. - (Schriftenreihe / Bayerische Staatsbibliothek ; Bd. 1). - ISBN 3-598-24060-0

Internet: www.bsb-muenchen.de

Kontakt: Bayerische Staatsbibliothek, Ludwigstraße 16, D - 80539 München

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